Zeitstrahl zur jüdischen Geschichte Rottweils

1315
1348
1418
1798
1799
1806
1831
1832
1850
1851
1861
1880
1921
1924
1933
1934
1938
1981
2002
2017

1315

Erste Erwähnung von Juden in Rottweil

Eingang zum Judenort
(Friedrichsplatz 16)

1348

Auslöschung der ersten jüdischen Gemeinde durch einen Pogrom

 

1418

In Rottweil sind einzelne jüdische Familien ansässig

 

1798

„Juden-Manifest“ der Reichsstadt Rottweil –  Juden ist in der Stadt nur der Trödelhandel mit alten Kleidern und Geräten erlaubt

 

1799

Moses Kaz aus Mühringen organisiert für die Reichsstadt den Verkauf von Kirchenschätzen und Zunftsilber zur Bezahlung feindlicher Heere

 

1806

Moses Kaz lässt sich mit seiner Familie in Rottweil nieder und richtet in seinem Haus (Hauptstr. 29) einen Betsaal ein

ehemals Wohnhaus von Moses Kaz (Hauptstraße 29)

 

1831

In Rottweil leben 31 Juden (weniger als 1 % der Stadtbevölkerung)

 

1832

Im Königreich Württemberg werden 13 Rabbinate eingerichtet und die Juden in Rottweil dem Rabbinat Mühringen zugeteilt

 

1850

Auf dem Nikolausfeld wird ein jüdischer Friedhof angelegt

 

1851

Dr. M. Rothschild übernimmt die Redaktion des „Rottweiler Anzeigers“, damals die einzige Zeitung und zugleich amtliches Verkündigungsblatt

 

1861

Im Anwesen Kameralamtsgasse 6 wird ein Betsaal eingerichtet

ehemals Synagoge der Rottweiler Juden 1861-1938 (Kameralamtsgasse 6)

 

1880

Die jüdische Gemeinde zählt 134 Mitglieder (= Höchststand)

 

1921

Im Betsaal werden zwei Gedenktafeln für die Kriegsteilnehmer und Gefallenen der jüdischen Gemeinde angebracht

 

1924

Die israelitische Gemeinde Rottweil löst sich aus dem Filialverband des Rabbinats Mühringen und wird selbständige Kultusgemeinde

 

1933

Zu Jahresbeginn zählt Rottweil noch 96 jüdische Einwohner

 

1934

Schließung der von der Familie Rothschild herausgegebenen „Schwarzwälder Bürgerzeitung“ (vormals Rottweiler Anzeiger)

Familie Rothschild Verlagshaus „Schwarzwälder Bürgerzeitung“ (Friedrichsplatz 16)

 

1938

Oktober – mit der „Arisierung“ der Hemdenfabrik Degginger ist die Ausgrenzung der Juden aus dem Rottweiler Wirtschaftsleben abgeschlossen

10. November – die Inneneinrichtung des Betsaals wird zerstört und verbrannt

 

ehemals Hemdenfabrik Degginger (Königsstraße 2)

Produktionsstätte Degginger Hemdenfabrik

Hinterhof Degginger

 

 

 

1981

Sanierung des ehemaligen Betsaals durch den Stadtjugendring

 

2002

Gründung der Israelitischen Kultusgemeinde Rottweil/Villingen-Schwenningen

 

2017

Einweihung des Gemeindezentrums der Israelitischen Kultusgemeinde Rottweil/Villingen-Schwenningen am Nägelesgraben in Rottweil

heutige Synagoge
(Nägelesgrabenstraße 24)